Aktuelles Projekt
Briefe an die Stadtnatur – ein kollektives Klangarchiv
Ein Projekt von Xinyue Hu, Fu Tian und Sihua Ren.
September – Oktober 2026, Salzburg
Was würdest du einem Baum, einem Fluss, einer Blume, einem Tier oder einer Landschaft erzählen?
In fünf Stadtteilen Salzburgs – Aigen, Lehen, Neustadt, Nonntal und Salzburg-Süd – entstehen temporäre Briefstationen, an denen du einen persönlichen Brief schreiben und deine Gedanken, Erinnerungen, Beobachtungen oder Wünsche an die Natur in deiner Umgebung richten kannst.
Ausgewählte Briefe erhalten eine musikalische Antwort – eine künstlerische Interpretation, die wir aus dem jeweiligen Brief entwickeln. Diese musikalischen Antworten werden zudem zu einem digitalen Musikalbum zusammengeführt und so Teil eines gemeinsamen Klangarchivs für Salzburg.
Schreib deinen Brief und werde Teil dieses gemeinsamen Klangarchivs!
Standortkonzept
Stadtnatur zeigt sich im Stadtgebiet in unterschiedlichen Formen.
Fünf Briefkästen stehen an unterschiedlichen Orten – vom Stadtzentrum bis zum Stadtrand. Jeder greift eine bestimmte Beziehung zwischen Stadtraum und Natur auf, die aus den jeweiligen Standortbedingungen hervorgeht.
Kurgarten (Neustadt)
Oase
Umgeben von dichter Bebauung bildet der Kurgarten eine grüne Oase im Stadtzentrum. Bäume, Rasenflächen und jahreszeitliche Veränderungen schaffen in einem von Gebäuden, Verkehr und menschlichen Aktivitäten geprägten Umfeld einen anderen Maßstab, Rhythmus und Raumeindruck.
Hier lässt sich beobachten, wie ein zugänglicher Grünraum im dichten Stadtgefüge besteht und mit seinen Nutzer in Beziehung tritt.
Unipark (Nonntal)
Spontanvegetation
Rasenflächen, Bäume und befestigte Flächen am Unipark sind bewusst gestaltet und kontinuierlich gepflegt. Ökologische Prozesse folgen jedoch nicht vollständig der Planung. An Rasenkanten, in Pflasterfugen und unter Bäumen entsteht immer wieder Spontanvegetation.
Hier lässt sich wahrnehmen, wie kleinräumiger Spontanbewuchs innerhalb einer gestalteten Stadtlandschaft neue Möglichkeiten eröffnet.
Lehener Park (Lehen)
Fluss
Am Rand des Lehener Parks trifft städtischer Grünraum auf die Salzach. Der Park liegt auf Flächen, die einst Teil eines Auwaldes waren und durch wiederkehrende Überflutungen, schwankende Wasserstände und Sedimentablagerungen geprägt wurden. Die ehemalige Aue ist heute Teil eines bewirtschafteten Stadtparks.
Hier sind die Bewohner eingeladen, sich an die Flussgeschichte des Ortes zu erinnern und über seine fortbestehende Beziehung zur Salzach nachzudenken.
Ginzkeyplatz (Salzburg Sued)
Natur?
Der Ginzkeyplatz verfügt über Bäume und Rasenflächen und wird zum Durchqueren, Verweilen und für alltägliche Aktivitäten genutzt. Dennoch wird er nicht immer bewusst als Natur wahrgenommen.
Hier sind die Bewohner eingeladen, darüber nachzudenken, wie Natur in der Stadt wahrgenommen wird: Wann nehmen wir Natur bewusst wahr – und was erkennen wir in der Stadt als „Natur“?
Aigner Park (Aigen)
Übergang
Im Aigner Park geht die Stadt allmählich in den Wald über, und die gebaute Umwelt überschneidet sich mit einem größeren natürlichen System.
Hier lässt sich beobachten, dass die Grenze zwischen Stadt und Natur keine feste Linie ist, sondern ein Übergangsraum, der durch Vegetation, Topografie und menschliche Aktivitäten geprägt wird.
Anmeldung: nicht erforderlich